Billard Varianten

Billard Varianten
Pool Billard Snooker Carambolage Karambol
Beim Billard gibt es mehrere verschiedene Spielvarianten des beliebten Ballsports, wobei die eine mehr oder die andere weniger dem geneigten Spieler bekannt sein dürfte.

Die drei am ehesten bekannten Billardvarianten sind das allgegenwärtige Poolbillard, Snooker und Carambolage (beziehungsweise Karambol). Sie unterscheiden sich grundlegend in den Regeln, Spielweisen, beim Billardzubehör und den Billardtischen.

Alle drei Billardarten sind von offizieller Seite des deutschen Billardverbandes für professionelle Billardturniere zertifiziert und werden regelmäßig in nationalen und internationalen Meisterschaftsturnieren ausgetragen.

In den folgenden Zeilen werden die drei bekanntesten Spielvarianten mit ihren wichtigsten Spielelementen und Spielregeln erklärt und kurz skizziert.


Das Poolbillard wird als die Standarvariante des Billars angesehen und ist die am häufigsten verbreitete Billardart auf der Welt. Typische Anwendung findet sie in Billardclubs und Spielhallen die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Typischerweise werden mit insgesamt 16 Kugeln gespielt, davon ist die weiße Kugel der Spielball und die anderen farbigen Kugeln die Punktekugeln.

Das Ziel dieses Spiels ist es vor dem Konkurrenten alle eigenen Kugeln, sowie die schwarze Kugel zuletzt, zu versenken. Beim Anstoß (dem Break) wird entschieden welche Billardkugeln (ob die "Halben" oder die "Vollen") der Spieler erhält. Die erste versenkte farbige Kugel ist hierbei der ausschlaggebende Repräsentant für alle zu versenkenden Folgekugeln.

Als ein Fehler (oder Foul) wird das direkte Anspielen einer fremden Kugel, das Hinwegschießen einer Kugel über den Spielfeldrand oder das sogenannte "Durchstoßen" (mehrmalige berühren der Spielkugel oder anderer Billardkugeln) gewertet. Diese Regeln sind in den meisten Spielvarianten als universell anzusehen und allgemein gültig.


Das Snooker hingegen gilt als traditionsreichste Spielvariante in Großbritannien. Der Snookertisch ist wesentlich größer als der Pooltisch mit einer Länge von 12 Fuß und hat engere, mehr in die Bande eingezogene Billardtaschen sowie kleiner Billardkugeln. Ziel dieser Billardvariante ist es ebenfalls alle Kugeln zu versenken, allerdings in abwechselnder Reihenfolge jeweils eine rote und eine andersfarbige Snookerkugel.

Die sechs farbigen Kugeln haben unterschiedliche Wertigkeiten und sind die wichtigsten Punktebringer. Die roten Kugeln werden ähnlich wie beim Poolbillard als Dreieck an einer Seite des Tisches platziert und die Punktekugeln einerseits an der Bulk-Line (Startzone für die weiße Kugel), vor der Pyramide und direkt hinter der Pyramide. Es gelten die gleichen Fehlerregeln wie beim Poolbillard, allerdings kommt hier hinzu, dass die roten und farbigen Kugeln stets abwechseln gespielt werden müssen. Das Snooker wird weniger in öffentlichen Spielhallen gespielt, sondern kommt vermehrt bei offiziellen Turnieren zum Tragen.


Die Billardvariante der Carambolage unterscheidet sich am deutlichsten von Snooker und Poolbillard. Bei dieser Spielart werden lediglich drei Kugeln verwendet. Zwei weiße (teilweise auch unterschiedlich farbige) Spielkugeln und eine Anspielkugel, welcher der eigentlichen "Carambolage" dient. Ziel des Spiels ist es über verwinkelt Stöße mit Hilfe der Banden die Karambolkugel zu treffen. Jeder Treffer wird entsprechend mit Punkten vergütet.

Die Besonderheit eines Karambol Billardtisches liegt darin, dass er kein einziges Billardloch hat. Es gilt lediglich die Karambolkugel so oft wie möglich zu treffen, allerdings darf auch hierbei nicht die gegnerische Kugel oder die Anspielkugel berührt oder über den Spieltischrand hinaus geschossen werden. Für eine bessere Spielführung sind die Carambolagekugeln wesentlich größer als vergleichbare Billardkugeln. Carambolage oder Karambol wird ebenfalls häufiger auf Turnieren gespielt und ist den meisten Billardspielern eher unbekannt.

Sitemap Copyright 2009 by Billardtische.com Impressum